Ev. Friedhof Niedersprockhövel

Viele Trauernde besuchen regelmäßig die Gräber der Verstorbenen. Hier ist Raum für stilles Gedenken und Erinnern, Raum für liebevolle Grabpflege, Zwiesprache und Gebete. So bleibt die Verbundenheit bestehen.

Der Ev. Friedhof möchte deshalb ein schöner und gepflegter Ort sein, der das Erinnern und die Besinnung ermöglicht und zum Verweilen einlädt.
Die Gemeindeleitung, die Friedhofsverwaltung und die Friedhofsgärtner sind ständig bemüht, sowohl das Äußere des Friedhofs, als auch die verschiedenen Bestattungsformen neuen Entwicklungen anzupassen, ohne die wertvollen christlichen Traditionen außer Acht zu lassen.
Wir möchten Ihnen hier einen Überblick über die verschiedenen Begräbnisformen und Dienstleistungen geben. Für weitere Beratungen und Informationen steht Ihnen die Friedhofsverwaltung im Gemeindebüro gerne zur Verfügung.

Begräbnisformen

Wahlgrabstätten

Die Wahlgrabstätte ist das klassische Familiengrab oder die Familiengruft. Die Größe und die Lage des Wahlgrabes können von den Angehörigen ausgesucht werden. Die Nutzungszeit beträgt 30 Jahre und ist verlängerbar. In einem Wahlgrab können ein Sarg und zusätzlich zwei Urnen beigesetzt werden. Durch Wahlgräber können zum Beispiel Ehepartner dafür sorgen, auch im Tod vereint zu sein.

Reihengrabstätten

Das Reihengrab ist für die Beerdigung eines einzelnen Verstorbenen vorgesehen. Es liegt in der Reihe mit anderen gleichartigen Gräbern. Die Ruhezeit beträgt 25 Jahre und ist nicht verlängerbar.

Anonyme Bestattung

Oft wird der Wunsch geäußert, anonym bestattet zu werden. Meist steckt dahinter die Sorge um die Pflege des Grabes. Allerdings erschwert die Bestattung an einem nicht bekannten Ort die Trauerbewältigung, weil es keinen Ort gibt, an den man zurückkehren kann. Zudem widerspricht eine anonyme Bestattung dem christlichen Verständnis: Durch die Taufe hat jeder Christenmensch vor Gott einen Namen. Die Bestattung der Toten mit Nennung ihres Namens hat damit eine zeichenhafte Bedeutung. Als Christ*innen können wir so unserer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass unsere Namen im Himmel geschrieben sind.Eine anonyme Bestattung gibt es auf dem Evangelischen Friedhof deshalb nicht, wohl aber verschiedene andere pflegefreie Alternativen:

Rasengrabstätten

Rasengrabstätten – auch Gemeinschaftsgrabstätten genannt – werden nach der Beisetzung mit Rasen eingesät. Eine Grabplatte mit dem eingravierten Namen der Verstorbenen kennzeichnet den Ort der Bestattung. Um die Pflege der Gemeinschaftsgrabstätten kümmert sich die Kirchengemeinde. In der Zeit vom 01.10. bis 01.04. eines Jahres darf auf dem Rasenfeld auch Blumenschmuck abgelegt werden, in den Sommermonaten ist dies aufgrund des Rasenmähens leider nicht möglich. Für den Blumenschmuck kann dann aber eine speziell dafür vorgesehene Gemeinschaftsfläche genutzt werden. Eine weitere Alternative zur anonymen Bestattung bietet eine Rasengrabstätte ohne Grabplatte. Stattdessen wird ein Namensschild auf einer Stele angebracht.

Baum-Kies-Grab

Ebenfalls pflegefrei ist die Bestattung von Urnen im Baum-Kies-Grab für eine Ruhezeit von 20 Jahren. Eine Grabplatte mit dem Namen der Verstorbenen unter einer Birke wird mit Kies umrandet. Das Abstellen von Blumenschalen ist möglich.

Kolumbarium

Der Evangelische Friedhof verfügt seit dem Jahr 2009 über eine Urnenwand (Kolumbarium) im Außenbereich des Friedhofs. In den einzelnen Kammern können bis zu zwei Urnen beigesetzt werden. Die Ruhefrist beträgt 20 Jahre. Auch hier gibt es Raum für die Ablage von Blumenschmuck. Allerdings sind alle Urnenkammern auf dem Friedhofsgelände zurzeit belegt.

Ganz neu entstanden ist ein Kolumbarium in der Kapelle. In den hölzernen Kammern mit Glastüren kann jeweils eine Urne mit Namensschild eingestellt werden. Das Ablegen von Blumenschmuck wird auf einer Sammelstelle ermöglicht. Eine Bank lädt zum Verweilen ein, dazu wird die Kapelle täglich (auch am Wochenende) geöffnet sein. Nach Ablauf der Ruhefrist von 20 Jahren werden die Urnen auf dem Friedhof beigesetzt.

Ökologische pflegefreie Grabanlagen

Im Mai 2013 wurde die ökologische Urnengrabanlage direkt am Eingang des Friedhofes eröffnet. Hier werden Urnen in einem Grabhügel beigesetzt. Die Namen werden auf einer Stele angebracht, die aus wiederverwerteten alten Grabsteinen gestaltet wurde. Die gesamte Anlage wird von der Gemeinde gepflegt und nach ökologischen Kriterien vor allem mit Stauden bepflanzt. Die Ruhezeit beträgt 20 Jahre.

Im Mai 2017 wurde die ökologische Grabanlage für 16 Sargbestattungen mit 25-jähriger Ruhefrist errichtet. Natursteine säumen die Anlage nahe bei der Kapelle. Auf einer kleinen Bruchsteinmauer im Zentrum befindet sich das Kunstwerk „Steinod“ eines ortsansässigen Steinmetzes, auf dem die Namen der Verstorbenen eingraviert werden. Auch hier erfolgt eine ökologische Bepflanzung und Pflege durch den Friedhofgärtner.

Ökologie auf dem Ev. Friedhof

Neben den ökologischen Grabanlagen setzt die Ev. Kirchengemeinde auch weitere ökologische Akzente: So wohnen auf dem Friedhof mehrere Bienenvölker, die gemeindeeigenen Honig produzieren. Extra angelegte Wildblumenwiesen dienen den Bienen als Nahrung. Den Gemeindehonig können Sie in hübsch gestalteten Gläsern zugunsten der gemeindeeigenen Diakonie käuflich erwerben; erkundigen Sie sich im Gemeindebüro. Für die individuelle Grabgestaltung gibt es im Gemeindebüro und auf dem Friedhof einen Flyer, der wertvolle Anregungen und Informationen zur ökologischen Grabgestaltung bietet.Außerdem hat sich die Kirchengemeinde verpflichtet, keine Grabsteine mehr zu verwenden, die durch Kinderarbeit z.B. in Indien hergestellt wurden. Vorrangig wird deshalb heimischer Ruhrsandstein verwendet und den Nutzungs-berechtigten zur Verwendung empfohlen.

Legatvertrag

Wenn Sie sich nicht selbst um die Grabpflege kümmern können, zum Beispiel weil Sie nicht in der Nähe wohnen, bietet auch ein so genannter Legatvertrag eine verlässliche Lösung an. Die Kirchengemeinde beauftragt dann eine örtliche Gärtnerei mit der Pflege des Grabes in dem von Ihnen gewünschten Umfang und überprüft auch die ordnungsgemäße Durchführung. Über Preise und Leistungen berät und informiert Sie gerne die Friedhofsverwaltung.

Gießservice

Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihre Grabbepflanzungen in den Sommermonaten immer genügend Wasser bekommen, haben Sie ab dem Sommer 2017 die Möglichkeit, bei der Kirchengemeinde einen Gießservice in Anspruch zu nehmen. Kosten: 50 € pro Saison.  Nähere Informationen erhalten Sie in der Friedhofsverwaltung.

Kapelle

Zum Friedhof gehört die im Jahr 1972 errichtete Trauerkapelle, in der ca. 200 Menschen Platz finden. Sie bietet den geeigneten Raum für eine würdige Trauerfeier. Für die musikalische Gestaltung verfügt die Kapelle über eine große Orgel sowie eine Musikanlage.

Ihre Ansprechpartnerin in der Friedhofsverwaltung

Die Friedhofsverwaltung wird durch das Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Bredenscheid-Sprockhövel übernommen. Es berät Sie unsere Verwaltungsangestellte Birgit Bräuer, die Sie dienstags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr im Gemeindebüro persönlich oder telefonisch erreichen können:
Telefon: 02324/73686, Fax: 02324/701014
E-Mail: sprockhoevel(at)kirche-hawi.de

Ihre Ansprechpersonen:

Aus dem Presbyterium

  • Friedhofskirchmeister
    Benno Schmidt
    Telefon: 02339/6164

Auf dem Friedhof

  • Friedhofsmitarbeiter
    Udo Rind
    werktags 9.00 - 15.00 Uhr
    Telefon: 02324/72154 oder
    0171/9651166
  • Friedhofsgärtner
    Markus Geilenbrügge
    Telefon: 0171/4800417

Adresse:

Ev. Friedhof Niedersprockhövel
Otto-Hagemann-Straße
45549 Sprockhövel

Der Ev. Friedhof Niedersprockhövel

Aufnahme: Maik Geilenbrügge / Schnitt: Oliver Trimborn